Der Begriff Munition entstand am Anfang des 16. Jahrhunderts und wurde aus dem französischen Ausdruck "Munition de guerre" (für den Kriegsbedarf) abgeleitet. Weitläufig wird unter Munition die Ladung für Rohrwaffen aller Art verstanden. Allerdings kann auch die Munition an sich eine Waffe darstellen (zum Beispiel: Sprengköpfe, Raketen (inkl. Treibsätze), Handgranaten, Minen, Torpedos oder Bomben).
Im Zusammenhang mit Rohrwaffen ist meist die Rede von Patronen. Der Begriff Patrone kommt ebenfalls aus dem Französischen und bedeutet soviel wie Schablone. Patronen gibt es generell in zwei Ausführungen (mit und ohne Patronenhülse), dabei handelt es sich immer um eine Kombination aus Treibladung und Geschoss. Bei den Patronen unterscheidet man nach Kaliber. Kleinkaliberpistolen haben Kaliber von 4,5mm wohingegen Kampfpanzer mit Patronen mit einem Kaliber von bis zu 125mm bestückt werden. Bei den Patronen gibt es etliche Sonderformen, wie zum Beispiel die Schrotpatrone, die über zahlreiche, kleine Geschosse verfügt. Statt einem Geschoss kann die Patrone auch mit einem Leucht-, Treib- oder Knallsatz ausgestattet sein.
Die Entwicklungsgeschichte der Munition (bzw. der Patronen) ist eng mit der Entwicklung der Handfeuerwaffen verwoben. Die Erfindung der ersten Metallpatrone fand bereits im Jahr 1848 durch den Pariser Büchsenmacher Louis Nicolas Auguste Flobert statt. Die auch mit Randfeuerpatrone bezeichnete Flobert Patrone war am unteren Rand der Patrone mit Knallquecksilber ausgestattet, welches nach Eintreffen des Schlagbolzens das Schwarzpulver entzündete und damit den Antrieb des Projektils auslöste. Diese Entwicklung von Flobert inspirierte zum Beispiel die amerikanischen Handfeuerwaffen-Hersteller Smith & Wesson. Um 1860 wurde dann die Zentralfeuerung erfunden, dabei wurde am Patronenboden ein Zündhütchen eingesetzt.
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Patronenmunition setzt sich aus vier Einzelkomponenten zusammen:
Die Patronenhülse, die bei Metallpatronen nach der Bodenverlaufsform (mit/ohne Rand, mit Gürtel) oder nach der Hülsenverlaufsform (mit Schulter, zylindrisch, mehr oder minder konisch) unterschieden wird. Ein weiterer, wesentlicher Bestandteil der Patrone ist das Treibladungspulver oder auch kurz: das Pulver. Das Pulver versorgt die Patrone mit Energie. Den Sauerstoff, den das Pulver dabei für die Verbrennung benötigt, wird bereits bei der Herstellung beigefügt. Es gibt viele verschiedene Pulvertypen für die diversen Patronentypen mit unterschiedlichen Zusammensetzungen. Das bekannteste Pulver ist wohl das Schwarzpulver, das sich aus fein gekörntem Kalisalpeter, Schwefel und Holzkohle zusammensetzt. Eine weitere Komponente der Patrone ist das Anzündhütchen mit der Zündmasse im Patronenboden. Das ausführende Element der Patrone wird als Geschoss bezeichnet. Das Geschoss muss die Energie nach dem Abfeuern der Waffe ins Ziel bringen. Bei Handfeuerwaffen wird nach Brand-, Beobachtungs-, Voll-, Weichkern Leuchtspur-, Hartkern-, Brand-Leuchtspur-, Hartkern-Brand- oder Hartkern-Brand-Leuchtspur-Geschossen unterschieden.
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